Flugblatt zur Anti-Nazi-Demo am 03.02.

5 Schritte für den Kampf gegen die AfD

  1. Erkennen, was die AfD ist. Die AfD ist bloß sehr rechts, aber ihr „Flügel“ gibt sich wie eine wiederauferstandene NSDAP – und er ist mächtig. Kein Clownsverein wie andere rechte Splitterparteien, sondern bereits Gewinner im Kampf um die Straße. Keine andere Partei bringt für ihr Programm so regelmäßig so viele Leute in die Kommentarspalten und auf die Straße wie die AfD.
  2. Denken ohne Geländer. Die Wut der AfDler hat einen wahren Kern. Auch im reichen Deutschland muss man schon die Augen vor den Tatsachen verschließen, um keine Zukunftsangst zu haben. Wer glaubt schon noch an seine Rente? Wer kann sich denn sicher sein, dass er seinen Job in 5 oder 10 Jahren noch hat? Wen würde ein kleinerer oder größerer Zwischenfall nicht vor finanzielle Probleme stellen? Das deutsche Durchschnittsvermögen beträgt 174.000 €, aber 2,7 Mio. Beschäftigte kriegen nichtmal den Mindestlohn. Wer nicht wütend ist, muss sich selbst belogen haben.
  3. Verstehen, wieso das alles so ist. Dass mit Höcke Zehntausende die Schuld bei Migranten suchen, ist nur zu einer Hälfte böser Wille. Zur anderen Hälfte ist es bloß die Leugnung der schmerzlichen Einsicht, dass die Schuld in Wahrheit bei der gnadenlosen Konkurrenz liegt, die jeden zwingt, der nicht untergehen will, sich anzupassen und den Druck, dem man selbst doch bloß irgendwie entkommen will, an alle anderen weiterzugeben. Aber diese Konkurrenz lässt sich weder totschlagen noch durch Sozialpolitik aufheben – die ihrerseits gnadenlose Konkurrenz der Staaten untereinander macht jede Umverteilung zum Standortnachteil.
  4. Die Flucht nach vorn antreten. Man kann nicht gegen die AfD sein, aber die Zustände, die ihr die Anhänger zutreiben, unangetastet lassen. Es gilt eine Alternative zur Alternative zu schaffen. Die verschiedenen Arbeiten sind alle gleich notwendig, es ist Zeit, sie auch gleich zu bezahlen. Was hergestellt wird, darf sich nicht länger danach richten, wie viel Profit es bringt, sondern danach, ob es gebraucht wird. Die dafür nötige Arbeit wird dann zwischen allen aufgeteilt und nicht danach verteilt, wie es sich für die Unternehmen am meisten lohnt. Dann kann sich das, was jeder bekommen soll, danach richten, wie viel er/sie für den gemeinsamen Reichtum getan hat. Die Menschheit könnte anders und besser zusammenleben, sie müsste es bloß tun anstatt ihre Aggressionen an den Schwächsten abzureagieren.
  5. Sich organisieren. Alleine ist das alles schwer, aber es gibt ja zum Glück noch andere, mit denen man sich zusammentun kann, um die Schritte 1-4 gemeinsam an- und schon heute besser miteinander umzugehen.

PDF: Flugblatt_A5

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