Online-Workshop „Thesen zum Islamismus“

Do., 28.01.21 – 19:30 Uhr Zugang: https://zoom.us/j/96023525285

La Banda Vaga hat ihre Thesen zum Islamismus im Kosmoprolet #5 veröffentlicht. Die Thesen findet ihr online unter: https://kosmoprolet.org/de/thesen-zum-islamismus

Wir freuen uns, dass sie diese Thesen bei uns vorstellen und zur Diskussion stellen!

„Der Islamismus ist ohne Frage eines der zentralen Themen der Gegenwart. Die journalistische und wissenschaftliche Flut an Interpretationen und Theorien ist kaum noch zu überschauen, lediglich brauchbare materialistische Analysen tauchen wenn überhaupt nur vereinzelt auf. Dies führt, auch unter Linken, nicht selten zu katastrophalen politischen Einschätzungen: Für die einen sind zumindest bestimmte islamistische Gruppierungen Ausdruck eines berechtigten antiimperialistischen Widerstandes, andere wiederum wollen dem Islamismus im Schulterschluss mit Staat und Militär mit „westlichen Werten“ entgegentreten. Beides ist unserer Ansicht nach verfehlt. Darum haben wir den Versuch unternommen, uns dem Phänomen mit einigen Thesen über die materiellen und historischen Grundlagen des Islamismus sowie zu den daraus resultierenden politischen Konsequenzen anzunähern. Diese Thesen, die wir im neuen Kosmoprolet #5 veröffentlicht haben, würden wir gerne mit euch diskutieren.“

Online-Workshop „Rätekommunismus“ mit Felix Klopotek

Jenseits des Linksradikalismus: Der Rätekommunismus als Bewegung der gesellschaftlichen Autonomie 

https://zoom.us/j/94122779243 

04.12.2020 – 18:30 Uhr – via zoom

Auf Trotzki geht die kluge Bemerkung zurück, dass die Parteien Organisationen im Proletariat, die Räte allerdings Organisationen des Proletariats seien. Sie sind das Fundamentale, Grundsätzliche, die angemessene Bewegungsform proletarischer Emanzipation – und nicht die Partei, auch nicht die Gewerkschaft.

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Das Experiment Kurdistan (OASE 2020)

Die Veranstaltung findet im Rahmen der OASE 2020 statt.

29.10.2020, 19 Uhr

In der kurdischen Region Rojava „versucht man (..) den von Öcalan propagierten Demokratischen Konföderalismus zu praktizieren, ein Verwaltungsmodell angeblich irgendwie zwischen Kapitalismus und Anarchie: Die Verfassung schützt das Eigentum, aber dasselbe sei sozial verpflichtend. Alles dreht sich um das Selbstbestimmungsrecht der Völker, keinesfalls aber um Nationalismus. Es gibt keinen Staat, dafür aber Friedens- und Konsensteams. Gefängnisse sollen nicht bestrafen, sondern rehabilitieren. Man darf Jeside oder Assyrer sein und auch Transgender. Jeder Identität bekommt potentiell sogar eine Quotenregel zugestanden. So jedenfalls irgendwie die Theorie bzw. Verfassung. Dazu gibt es eine Flut von neuen Gruppen und Institutionen und eine gelungene Armenspeisung. Man hört sogar, dass die Ölförderung von Arbeiterräten kontrolliert würde; der daraus gewonnene Strom ist zwar knapp, sei dafür aber kostenlos.“ (Et. al., in „Das Experiment Rojava“, November 2014)

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TA-Artikel „Kleine Mai-Kundgebung auf dem Theaterplatz“

Mai-Kundgebung des linken Jugendverbandes „SJD – Die Falken“ auf dem Theaterplatz in Weimar.

Linker Jugendverband: „Krisenfolgen nicht allein auf die Lohnabhängigen abwälzen“

Nach dem Verzicht der Gewerkschaften und Parteien hat der linke Jugendverband SJD – Die Falken eine kleine Mai-Kundgebung auf dem Theaterplatz in Weimar durchgeführt. Bodenmarkierungen sicherten im gekennzeichneten Veranstaltungsbereich den Mindestabstand von 2 Metern.

Unter dem Motto „Es war auch schlecht vor Corona“ setzten sich Die Falken für bessere Arbeitsbedingungen aller Beschäftigten und gegen Konkurrenz- und Leistungsdruck in der Gesellschaft ein. Forderung des Jugendverbandes: „Die Krisenfolgen dürfen nicht auf die Lohnabhängigen abgewälzt werden“.

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Es war auch schlecht vor Corona

1. MAI TROTZ CORONA – 13 UHR THEATERPLATZ WEIMAR

Der Lockdown ist mies, aber das Leben davor war auch nicht gerade der Knaller. Wenn es mal wirklich schön und lebenswert war, dann trotz dieser Gesellschaft – nicht wegen ihr. Wir wollen aber, dass es anders herum ist. Wir wollen eine Gesellschaft, in der sich nicht alle durch Konkurrenz und Gleichgültigkeit gegenseitig das Leben zur Hölle machen. Eine Gesellschaft und eine Welt, die nicht jede und jeden nur nach seiner Nützlichkeit beurteilt und in der wir uns nicht mehr fremd und feindlich gegenüberstehen. Deshalb: Heraus zum 1. Mai! Auch und erst recht, wenn die Gewerkschaftsdemo ausfällt.

Die Auflagen stehen noch nicht fest, schaut auf jeden Fall vor Freitag nochmal rein.

Nach der Thüringer Corona-Verordnung dürfen Menschen mit Erkältungssymptomen, Covid-19-Symptomen oder mit Kontakt zu infizierten Personen nicht teilnehmen.

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Zur Geldtheorie von Karl Marx

In einer Mischung aus Vortrag und Buchvorstellung der gleichnamigen Dissertation von Friedrich Pollock wollen wir uns der „Geldtheorie von Karl Marx“ nähern. Ausgangspunkt ist dabei die Frage, wie die warenproduzierende Gesellschaft funktionieren kann, wenn doch jede*r nur produziert, wie er*sie möchte, deren Basis also „unabhängig voneinander betriebene Privatarbeiten“ bilden. Von dort gelangen wir zur Frage, was es eigentlich bedeutet, dass eine Ware „ihren Wert ausdrückt“ und welche Aufgaben daraus entstehen, die durch Geld erfüllt werden. Zuletzt soll es kurz darum gehen, warum und inwieweit Papiergeld das Goldgeld ersetzen kann.
Pollock schrieb seine Disseration 1923 im geistigen Umfeld von Menschen wie Horkheimer, Lukács und Korsch und wurde später eine der zentralen Figuren im „Institut für Sozialforschung“.

„… der Zuschuss wird auf Null reduziert.“ – Die AfD will Politik machen

Am 29. Januar trifft sich um 17.45 Uhr der Stadtrat, um die Haushaltsplanung für das Jahr 2020 zu verabschieden. Die seit letztem Jahr neu in den Stadtrat gewählte AfD wird ihre Anträge einbringen.
Einmal mehr zeigt sich, dass faschistische Politik nichts zu bieten hat, als gegen diejenigen vorzugehen, die den Interessengegensätzen in der demokratischen Gesellschaft Ausdruck verleihen. Es soll gleichgemacht werden, was nicht gleich ist und hoffentlich so bald auch nicht wieder gleich wird:

  • „Die Unterstützung für das von DNT/Staatskapelle organisierte sogenannte Kunstfest wird auf null reduziert“. Denn: „Die Subventionierung eines zum Teil für politische Propaganda gegen konservative Parteien genutztes sogenanntes Kunstfest ist politisch unausgewogen und nicht nachhaltig angelegt, sondern auf reinen Hedonismus ausgerichtet.“
  • „Die Unterstützung für das sogenannte Theaterprojekt Stellwerk wird auf null reduziert“. Denn: „Die Subventionierung eines im linken Mileu agierenden Vereins, der Jugendliche zum Teil für politisch Propaganda missbraucht, ist für die Daseinsfürsorge der Stadt abdinglich.“
  • „Die Ausgaben für die Haushaltsstelle Gleichstellungsbeauftragte werden bis auf die Personalkosten komplett gestrichen […]. Die Stelleninhaberin wird zukünftig dem Bürgerbüro zugeordnet“. Denn: „Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie anderen biologischen oder fiktiven Geschlechtern ist per Gesetz bereits sichergestellt. […] Insofern ist die Gleichstellungsbeauftragte obsolet.“
  • „Der Zuschuss an das sogenannte ‚Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus‘ wird auf null reduziert“. Denn: „die Akteure und Ziele der oft nur als ‚Bürgerbündnis gegen (gesamt) Rechts‘ agierenden Interessenvertretung [sind] mindestens fragwürdig, wenn nicht sogar selbst extremistisch in Ihren Ansichten und Vorhaben. Als wesentlicher Kritikpunkt der Mittelgewährung ist zu sehen, dass der Stadtrat damit eigene Mitglieder zur Bekämpfung aussetzt, wenn er den BgR finanziell unterstützt“.
  • „Die Projektförderung an das sogenannte Lokalradio Lotte wird auf null reduziert“. Denn: „Die Subventionierung eines zum Teil politisch agierenden lokalen Radiosenders ist nicht Soll-Aufgabe des Stadt Weimar. Mit Sicherheit sind die gewährten Mieten in den bereitgestellten städtischen Räumlichkeiten bereits schon subventioniert, als dass eine weitere Begünstigung gegenüber anderen privaten Radiosendern vor Ort verhältnismäßig ist.“

Als nächstes dann wohl weg mit der pluralen Gesellschaft, die sich der Umsetzung des „Volkswillens“ entgegenstellt, den nur die AfD selbst erkennt – und zu dem umgekehrt auch nichts gehören darf, was die AfD ablehnt.