KidsCamp 2017 – Ferien mit uns ist mehr als nur Urlaub!

Elternabend in Weimar: Sa. 06.05. 17 Uhr, Ort folgt noch

Ferien mit den Falken: das heißt Abenteuer, Spiel & Spaß und Mitbestimmung. Auch dieses Jahr wollen wir mit Dir einen unvergesslichen Sommer verbringen. Wir errichten unser Zeltlager mit drei Dörfern je nach Altersgruppe und allem Drum und Dran auf den Zeltplatz Berlin-Heiligensee, am Rande von Berlin, einer der vielfältigsten und aufregendsten Städte Deutschlands.
Frei nach dem Motto „Was du erlebst, bestimmst du selbst“ kannst Du Deine Ideen im Falken-Camp verwirklichen. Ob Baden im See oder im Schatten vom Alltag erholen, Basteln oder Sport machen – Du entscheidest, was Du machst. Wie jedes Jahr wird es auch Workshop-Reihen zu unterschiedlichen Themen geben, bei denen Du dich aktiv einbringen kannst. Wir wollen gemeinsam diskutieren, Musik machen, Spielen, Klamotten designen, Baden gehen und faul in der Sonne liegen, gemeinsam Kochen und Parties feiern.
Dabei ist uns wichtig, dass sich jeder von Euch aktiv in die Gestaltung des Camp-Alltags einbringen kann. Damit wir alle die Ferien erleben können, die wir erleben wollen. Wir freuen uns auf Dich und deine Freundinnen und Freunde!

Hier gibt es weitere grundlegende Informationen.

Auf dieser Seite findet ihr Informationen zu unserem pädagogischen Anspruch.

Anmeldung unter: kontakt[at]falken-thueringen.de

Anmeldeschluss:1. Juni 2017

Dazu brauchen wir bis zu diesem Datum

  • eine unterschriebene Einverständniserklärung. Falls ihr keinen Drucker habt, sagt uns bescheid und wir senden euch einen Ausdruck per Post zu.
  • sowie einen ausgefüllten Anmeldebogen

Teilnahmebeitrag:
200 | 250 | 300 €
je nach Selbsteinschätzung und finanziellen Möglichkeiten*

Der Teilnahmebeitrag ist zu überweisen an:

SJD-Die Falken LV Thüringen
IBAN: DE55820510000163063613
BIC: HELADEF1WEM
Verwendungszweck: TN-Beitrag (Name des Kindes) SommerCamp

*Welchen Preis ihr zahlt, folgt ganz eurer persönlichen Einschätzung. Den meisten Eltern empfehlen wir den Normalpreis von 250 Euro. Wenn es euch möglich ist, bitten wir euch herzlich darum, den Solipreis von 300 Euro zu zahlen, mit dem wir den Sozialpreis von 200 Euro ermöglichen können. Falken-Mitglieder können 290 Euro, 240 Euro und 190 Euro zahlen.

Wenn ihr Fragen habt, ruft uns an, schreibt uns eine Mail oder kommt bei uns vorbei.

Falken-Bundeskonferenz in Erfurt!

Vom 25.-28. Mai findet in Erfurt die Bundeskonferenz der SJD – Die Falken statt.

Wir haben 180 Delegierte und ca. 60 Helfende zu Gast, um vier Tage lang zu diskutieren und zu streiten, zu lachen und zu feiern, uns auszutauschen und gemeinsam Mut zu machen.

Kommt vorbei, wenn ihr uns kennenlernen wollt oder Lust habt, bei unseren Parties mitzufeiern!

Alle Infos zur Bundeskonferenz findet ihr auf unserer Seite buko.falken-thueringen.de.

Pressemitteilung – Linke Jugendverbände in Thüringen fordern Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt

Pressemitteilung

Linke Jugendverbände in Thüringen fordern Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt

Die Beethovenverbände Thüringens, der Zusammenschluss linker Jugendverbände, fordern die Thüringer Landesregierung auf, Asylsuchenden, die Opfer rechter Gewalt geworden sind, und deren Familien ein Bleiberecht zu gewähren. Damit unterstützen sie den gestrigen Vorstoß der flüchtlingspolitischen Sprecherinnen der rot-rot-grünen Landtagsfraktionen. Unter dem Dach der Beethovenverbände sind die Jugendverbände Jusos, linksjugend [‘solid], Grüne Jugend, SJD-Die Falken, Jugendwerk der AWO und Naturfreundejugend zusammengeschlossen. 

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Gedenkstättenfahrt für Schüler*innen

Ab 02. März 2016 wollen wir uns einmal wöchentlich treffen, um gemeinsam eine Gedenkstättenfahrt zu planen und inhaltlich vorzubereiten. Zusammen mit Schülern und Schülerinnen aus Jena und Erfurt wollen wir dann in den Osterferien 2017 (10. bis 16. April) die Gedenkstätte Ravensbrück besuchen.
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Eine kritisch-solidarische Betrachtung des Demo-Aufrufs „Organize!“ für den 10.02.17 des AK Weimar

„Man übe Kritik, so gut man’s eben kann,
und halte im Übrigen den Rand“

Eine kritisch-solidarische Betrachtung des Demo-Aufrufs „Organize!“
für den 10.02.17 des AK Weimar

Ein Kostprobe aus dem genannten Aufruf:
[…] Die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft ist […] aber auch für ihre viel zu oberflächliche Kritik an Nazis [zu kritisieren], die kurzfristige, standortbezogene Lösungen sucht. In diesem Zusammenhang ist eine [!] starke, ausdifferenzierte [!] Gesellschaftskritik notwendig, die aufzeigt, dass Nazis in dieser Gesellschaft immer präsent sein werden, solange Ausbeutungs-, Entfremdungs- und Ausgrenzungsmechanismen bestehen. Nazis agieren genau dort, wo ihnen die Handlungsmöglichkeiten gegeben sind. Die Passivität des Bürgertums kann deshalb kaum eine Option im Handeln gegen Nazis sein. Ihre Vorstellungen von Gewaltfreiheit und friedlichen Protest verneinen meistens soziale Situationen. […]

Frage Nummer eins: Wer ist bloß auf die Idee gekommen, dreieinhalb Seiten lang fast ausschließlich Hauptsätze aneinanderzureihen und das dann Text zu nennen?

Frage Nummer zwei: Was soll „Verneinung sozialer Situationen“ heißen? Sollte die Verneinung nicht unsere Aufgabe als Sozialisten und Antifaschisten sein und nicht unsere Kritik an den „Bürgern“? Wir ahnen, was gemeint sein könnte: die genannten Vorstellungen blenden aus, dass Gewalt in dieser Gesellschaft nichts Fremdes und erst von außen an sie Herangetragenes ist, sondern eines ihrer zentralen Prinzipien. Das ach so gerechte Eigentum mit Kauf und Verkauf, macht Gewalt nicht unnötig, sondern braucht sie zu seinem Schutz. Diebstahl, Betrug und so weiter sind nicht das Gegenteil einer gerechten Gesellschaft, sondern Resultat dessen, was sich hierzulande „gerecht“ schimpft. Wo man alles kaufen muss, um es benutzen zu können, muss man eben klauen, wenn man kein Geld hat. Wenn ein paar hundert Millionen Satte ein paar Milliarden Hungrigen gegenüberstehen, müsste man das Mittelmeer, Mauern zu Mexiko und Erdogan erfinden, wenn es sie nicht gäbe. Aber warum schreibt ihr das dann nicht einfach so?

Und bitte sagt jetzt nicht: „Es ist ein Aufruf, da ist nunmal kein Platz für Welterklärungen.“ Wir wollen nämlich keinen noch längeren Aufruf. Der hier war uns schon lang genug, es stand bloß einfach zu wenig drin.

Dieser linksradikale Aufruf ist aufgrund seines gestelzten Geredes zu kritisieren, aber auch für seine viel zu oberflächliche Kritik an den Bürgern.

Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass hier irgendwie positiv konnotierte Wörter aneinandergereiht worden sind, wenn es um die eigene, „gute“ und „radikale“ Sache geht und irgendwie negativ konnotierte, wenn es um die „Bürger“ geht. Wer ist mit dem Wort „Bürger“ eigentlich gemeint? Die Unternehmer und Fabrikbesitzer? Diejenigen, die davon leben, über fremder Leute Arbeit zu gebieten? Oder die Spießer, die keine Lust haben, Pfefferspray abzubekommen oder geknüppelt zu werden um dann doch nichts zu erreichen? Und so bleibt vom Aufruf – einmal abgesehen von den ganzen nichtssagenden Phrasen – nicht viel mehr übrig, als dass Antifas, die sich als linksradikal und scheinbar diffus kommunistisch begreifen, Nicht-Kommunisten vorwerfen, keine Kommunisten zu sein. Früher war scheinbar doch manches besser. Da haben die Antifa-Punks noch ehrlich und voller Wut „Ihr seid nichts als linke Spießer!“ in die Welt hinausgebrüllt. Heute werden verquaste Aufrufe geschrieben.

Im Aufruf heißt es, „eine starke und ausdifferenzierte Gesellschaftskritik“ wäre „notwendig“. Das finden wir nicht. Wir wollen uns nicht irgendeine Gesellschaftskritik erarbeiten, sondern die eine, die die Gesellschaft als Ganze heute im Kopf, morgen tatsächlich über den Haufen wirft. „Notwendig“ ist sie nicht abstrakt und für jeden, sondern für uns, die wir etwas – oder besser gesagt alles – verändern wollen: „die Kritik ist die geistige Antizipation der Revolution“! „Stark“ kann diese Kritik allemal sein und das wird sie von ganz alleine, wenn sie wahr ist, aber doch bitte nicht „ausdifferenziert“. In dieser Gesellschaft kann man getrost alle Phänomene in einen Sack stopfen und mit den Waffen der Kritik zuschlagen, wie man lustig ist. Man wird nichts treffen, dass es nicht hundertfach verdient hätte, getroffen zu werden.
„Mittlerweile kritisieren wir die gleichen Erscheinungsformen seit drei Jahren“ heißt es weiter. Geholfen hat es scheinbar nichts. Es scheint eher wie bei der stillen Post zugegangen zu sein: die Kritik ist undeutlich geworden und kaum noch zu verstehen. Aus dem ganzen Uni-Kauderwelsch muss sie erst wieder freigelegt werden.

Wenn Ihr, um einen Anfang zu machen, […] mit uns gegen die gesellschaftliche Hierarchie, gegen Euer und unser Elend kämpfen wollt, dann:
Brüder [und Schwestern], auf zur Tat, wir lieben Euch!

hieß es in einem Flugblatt französischer Berufsschüler im Dezember ‘86.
Dem schließen wir uns einfach mal an.

Eure Falken Weimar

Und hier noch die PDF

Familienbrunch mit Kinderbetreuung

 

Am 18. Juni von 9.30 – 14 Uhr findet unser Familienbrunch in unserem Ladenlokal [kany] in Erfurt statt.

Es gibt lecker Essen und Getränke und für die Kinder Spiel- und Bastelangebote.

Für Kinder ist der Spaß umsonst, Erwachsene zahlen mit „Familienpass“ 3 €, ohne 6 €.
Über eine vorherige Anmeldung zum besseren Planen würden wir uns freuen: kontakt @ falken – erfurt . de

Das Proletariat hat nichts zu verlieren als seinen Weihnachtsmarkt

Weihnachten ist eine große Ausnahme: Familien, die sich sonst nie sehen, treffen sich, Menschen, die sonst nie spenden würden, tun es auf einmal doch. Und der kleine Prolet vom Fließband meint, in Form des Weihnachtsgelds zum ersten Mal in diesem Jahr von seinem Chef so etwas wie Anerkennung erhalten zu haben. Alles schön? Warum kann es nicht das ganze Jahr über so sein? Warum wird erst Ende des Jahres auf andere geschaut?

Noch schlimmer wird es, wenn man sieht, wie durchkommerzialisiert das Fest ist. Ein Beispiel? Ein großes Versandhaus macht Werbung mit dem Slogan „Schenke das Wertvollste, was Du hast. Zeit.“ In dem dazu gehörigen Werbefilm wird die Hektik der werktätigenBevölkerung dargestellt, mit der Pointe, zu Weihnachten es doch mal ruhiger angehen zu lassen und Zeit für die Familie zu finden. Mit Sicherheit ist das keine schlechte Empfehlung – doch warum ausgerechnet zu dieser Zeit im Jahr? Wäre es nicht besser, wenn man sich immer mal wieder rausnehmen, entschleunigen würde, sich immer Zeit nehmen könnte für die Familie, und nicht nur zum Abschluss eines langen Jahres, durch das man gehetzt ist?

Wir kennen es doch alle: „Es geht stramm auf Weihnachten zu“, „Bald ist ja schon wieder Weihnachten“ − Ausdrücke davon, wie sehr die Zeit vergeht und man sein Jahr auf diese Zeit ganz am Ende ausgerichtet hat. Zeit zum Runterkommen. Zum Einkehren. Vielleicht geht man ja sogar mal in die Kirche… Bedürfnisse treten auf, für die den Rest des Jahres keine Zeit da ist. Jetzt wird das nachgeholt. Es werden Weihnachtslieder gesungen, Kerzen angezündet, etc. pp. Kraft getankt, Ruhe gefunden − und dann ab 2. Januar wieder auf die Arbeit, ab in ein neues hektisches Jahr.

Da kommt doch die Frage auf: Warum angesichts der einen Woche Weihnachtsferien überhaupt die Arbeit einstellen? Man könnte doch auch allein den Jahresurlaub stehen lassen, zu wenig Zeit ist eine Woche! Zumal der Wunsch, ein perfektes Weihnachten feiern zu können, nicht selten selbst in totaler Hektik endet.

Vielleicht ist das der Grund dafür, dass selbst das Großkapital verstanden hat: Die Menschen brauchen mal eine Pause − und in Gedanken setzt es hinzu: um hemmungslos zu konsumieren. Also stellt es Kitsch in die Regale, produziert kurzfristig angenehme Gefühle durch bunte Werbung, bringt die nächste CD mit Weihnachtsschnulzen auf den Markt, garniert mit der nächsten Version von „Last Christmas“.

Und ihr? Denkt euch: Ich geh erstmal auf den Weihnachtsmarkt.