Jetzt anmelden zum Falken Sommercamp 2018!

Ferien mit den Falken: das heißt Abenteuer, Spiel & Spaß und Selbstbestimmung. Dieses Jahr errichten wir unser Zeltlager in den Alpen mit Blick auf das Schloss Neuschwanstein – es geht nach Reinwarzhofen!

Was du erlebst, bestimmst du selbst: Ob basteln, diskutieren, Musik machen, spielen, Klamotten designen, Baden gehen, faul in der Sonne liegen oder gemeinsam kochen und Partys feiern – Du entscheidest. Wir helfen nur dabei.

„Jetzt anmelden zum Falken Sommercamp 2018!“ weiterlesen

Flugblatt zur Anti-Nazi-Demo am 03.02.

5 Schritte für den Kampf gegen die AfD

  1. Erkennen, was die AfD ist. Die AfD ist bloß sehr rechts, aber ihr „Flügel“ gibt sich wie eine wiederauferstandene NSDAP – und er ist mächtig. Kein Clownsverein wie andere rechte Splitterparteien, sondern bereits Gewinner im Kampf um die Straße. Keine andere Partei bringt für ihr Programm so regelmäßig so viele Leute in die Kommentarspalten und auf die Straße wie die AfD.
  2. Denken ohne Geländer. Die Wut der AfDler hat einen wahren Kern. Auch im reichen Deutschland muss man schon die Augen vor den Tatsachen verschließen, um keine Zukunftsangst zu haben. Wer glaubt schon noch an seine Rente? Wer kann sich denn sicher sein, dass er seinen Job in 5 oder 10 Jahren noch hat? Wen würde ein kleinerer oder größerer Zwischenfall nicht vor finanzielle Probleme stellen? Das deutsche Durchschnittsvermögen beträgt 174.000 €, aber 2,7 Mio. Beschäftigte kriegen nichtmal den Mindestlohn. Wer nicht wütend ist, muss sich selbst belogen haben.
  3. Verstehen, wieso das alles so ist. Dass mit Höcke Zehntausende die Schuld bei Migranten suchen, ist nur zu einer Hälfte böser Wille. Zur anderen Hälfte ist es bloß die Leugnung der schmerzlichen Einsicht, dass die Schuld in Wahrheit bei der gnadenlosen Konkurrenz liegt, die jeden zwingt, der nicht untergehen will, sich anzupassen und den Druck, dem man selbst doch bloß irgendwie entkommen will, an alle anderen weiterzugeben. Aber diese Konkurrenz lässt sich weder totschlagen noch durch Sozialpolitik aufheben – die ihrerseits gnadenlose Konkurrenz der Staaten untereinander macht jede Umverteilung zum Standortnachteil.
  4. Die Flucht nach vorn antreten. Man kann nicht gegen die AfD sein, aber die Zustände, die ihr die Anhänger zutreiben, unangetastet lassen. Es gilt eine Alternative zur Alternative zu schaffen. Die verschiedenen Arbeiten sind alle gleich notwendig, es ist Zeit, sie auch gleich zu bezahlen. Was hergestellt wird, darf sich nicht länger danach richten, wie viel Profit es bringt, sondern danach, ob es gebraucht wird. Die dafür nötige Arbeit wird dann zwischen allen aufgeteilt und nicht danach verteilt, wie es sich für die Unternehmen am meisten lohnt. Dann kann sich das, was jeder bekommen soll, danach richten, wie viel er/sie für den gemeinsamen Reichtum getan hat. Die Menschheit könnte anders und besser zusammenleben, sie müsste es bloß tun anstatt ihre Aggressionen an den Schwächsten abzureagieren.
  5. Sich organisieren. Alleine ist das alles schwer, aber es gibt ja zum Glück noch andere, mit denen man sich zusammentun kann, um die Schritte 1-4 gemeinsam an- und schon heute besser miteinander umzugehen.

PDF: Flugblatt_A5

Vorlesekreis mit Bier #9: Karl Kraus

Mittwoch, 31.01.2018, 19 Uhr, Teestube (Markt 21)

„Das sei der strengste und größte Mann, der heute in Wien lebe. Vor seinen Augen finde niemand Gnade. In seinen Vorlesungen greife er alles an, was schlecht und verdorben sei. […] Jedes Wort, jede Silbe in der Fackel sei von ihm selbst. Darin gehe es zu wie vor Gericht. Er selber klage an und er selber richte. Verteidiger gäbe es keinen, das sei überflüssig, er sei so gerecht, dass niemand angeklagt werde, der es nicht verdiene.“

– Elias CanettiDie Fackel im Ohr, Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1982, S. 66 f.

„Vorlesekreis mit Bier #9: Karl Kraus“ weiterlesen

Vorlesekreis mit Bier #8: Staat und Revolution

Mittwoch, 03.01.18, 19 Uhr, Teestube (Markt 21)

W.I Lenin: Staat und Revolution

Das Buch versucht das Verhältnis von Staat und Revolution in einem grundlegend neuen Verhältnis zu denken. Die Analyse und die Fragen, die sich daraus ergeben, sind bis heute aktuell: Was geschieht mit dem Staat nach der Revolution? Wie ist ein Zusammenleben jenseits der bisherigen Institutionen möglich? Es ist ein Buch das uns heute noch an Voraussetzungen, Folgen und Bedingungen des Kampfes gegen Unterdrückung erinnern kann.

Vorlesekreis mit Bier #7: Fremd in ihrem Land

06. Dezember, 19 Uhr, Teestube (Markt 21)

In vielen westlichen Ländern sind rechte, nationalistische Bewegungen auf dem Vormarsch. Wie ist es dazu gekommen? Arlie Russell Hochschild reiste ins Herz der amerikanischen Rechten, nach Louisiana, und suchte fünf Jahre lang das Gespräch mit ihren Landsleuten. Sie traf auf frustrierte Menschen, deren „Amerikanischer Traum“ geplatzt ist; Menschen, die sich abgehängt fühlen, den Staat hassen und sich der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung angeschlossen haben. Hochschild zeigt eine beunruhigende Entwicklung auf, die auch in Europa längst begonnen hat. Hochschilds Reportage ist nicht nur eine erhellende Deutung einer gespaltenen Gesellschaft, sondern auch ein bewegendes Stück Literatur.

Tagesveranstaltung „Wirtschaft im NS“

Am Samstag, den 02. Dezember, wollen wir gemeinsam die Gedenkstätte „Topf und Söhne“ in Erfurt besuchen. Anschließend geht’s ins Ladenlokal [kany] der Falken Erfurt zum gemeinsamen Lesen und Diskutieren von Auszügen des Textes „Ökonomie und Klassenstruktur des deutschen Faschismus“ von Alfred Sohn-Rethel.

Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Gedenkstätte Topf und Söhne, Sorbenweg 7, 99099 Erfurt. Gegen 18 Uhr wollen wir dann fertig sein.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.

Vorlesekreis mit Bier #6: Platons Politeia

Platons Politeia ist ein Klassiker der Philosophie- und Literaturgeschichte. Hier behandelt der große Grieche sowohl Fragen der Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik als auch der Staatstheorie – aber das alles unter politisch-philosophischen Vorzeichen. An diesem Abend wollen wir uns allein auf die politischen Stellen beziehen, die wir lesen und diskutieren wollen.